Den Exklusivbeitrag von Sven Brajer bei Freie Medienakademie für Medien und Journalismus finden Sie hier
(Bahnhof Oybin im Oberlausitzer Landkreis Görlitz an der Grenze zu Tschechien und nur wenige Kilometer von Polen entfernt. Foto by Pixabay: „Thermostrand“ Kostenlose Nutzung unter der Pixabay-Inhaltslizenz )
Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur: Ein weiteres Gaga-Jahr im besten Deutschland aller Zeiten geht zu Ende. Besser geworden ist: gar nichts. Im Gegenteil. Folgende Schlagezeilen sprechen für sich:
Neben gigantischen Summen für die Kriegsindustrie kennt die neue Bundesregierung auch keine Grenzen, wenn es darum geht Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Eine Analyse von Sven Brajer, den ersten Teil finden Sie hier
Im Manova-Einheizpodcast diskutieren Sven Brajer und Aron Morhoff mit dem Politikwissenschaftler Ullrich Mies und dem Infrarot-Podcaster Jens Zimmer darüber, inwieweit die AfD im Sinne globalistischer Interessen die Grünen abgelöst hat.
Während sich die politisch-mediale Debatte in Berlin-Mitte kurz vor der Bundestagswahl augenscheinlich nur darum dreht, ob man Migration nach Deutschland begrenzen sollte, wer in diesem Kontext „Nazi“ ist und wer nicht und wer die meiste Aufrüstung für die Ukraine bzw. Nato verspricht – steht die Wirtschaft aufgrund einer katastrophalen Politik der gleichen Herrschaften vor dem dritten Jahr Rezession. Besonders betroffen von dieser epochalen Deindustrialisierung sind Industrie und Mittelstand von Sachsen bis Mecklenburg-Vorpommern. Da werden traurige Erinnerungen an die frühen 1990er Jahre wach.
Im Manova-Einheizpodcast diskutieren Sven Brajer und Aron Morhoff mit dem Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt darüber, was die Wahlergebnisse der Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen für die Bundesrepublik bedeuten.
Es war ein heißer Abend – nicht nur was die Temperaturen im Kleinen Saal in der Görlitzer Stadthalle am vergangenen Montagabend betraf. Die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung (SLfpB) hatte zum zweistündigen Stelldichein der Spitzenkandidaten im östlichsten Landkreis des Freistaats geladen. Für den aktuellen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer war es ein Heimspiel – genau wie für die anderen beiden bekannteren Gesichter auf dem Podium, das mit insgesamt sieben Politikern von CDU, AfD, Linke, Grüne, SPD, FDP und BSW besetzt war.
Gute und schlechte Demos, massive Wirtschaftskrise, Hypermoral und „oben“ die Angst vor dem „Pöbel“. Die politische Polarisierung läuft auch im neuen Jahr auf Hochtouren, die Diskussionskultur hat sich vollends verabschiedet. Schuld an der Misere ist (nach wie vor) immer der andere.
Fachkräftemangel durch Migration beheben, Digitalisierung immer und überall, „Kampf gegen rechts“. Bei den mantraartigen Problemlösungsvorschlägen renommierter westdeutscher Ökonomen für den abgehängten Osten kann man nur noch gelangweilt mit dem Kopf schütteln. Oder einmal die echten Probleme benennen.
Ein Meinungsbeitrag von Sven Brajer
Von 1994 bis 2007 war der promovierte VWL-er Joachim Ragnitz als Abteilungsleiter am Institut für Wirtschaftsforschung Halle tätig. Seit 2007 ist er stellvertretender Geschäftsführer der Niederlassung Dresden des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und Lehrbeauftragter an der TU Dresden. Dort wurde er 2011 zum Honorarprofessor ernannt. Ende Februar 2023 äußerte sich der gebürtige Niedersachse gegenüber dem MDR, dass er insbesondere auf noch mehr Digitalisierung und ausländische Fachkräfte setze, um die aktuelle wirtschaftliche Misere im Osten in den Griff zu bekommen – unkonkrete Patentrezepte, die man seit Jahren aus den westlich besetzten „Leuchttürmen“ in Dresden oder Halle/Leipzig hört – während der Mittelstand weiter dezimiert wird und der Wohlstand großer Teile der Bevölkerung wie Butter in der Sonne dahinschmilzt.
Am Montag versammelten sich mehrere tausend Demonstranten auf dem Leipziger Augustusplatz, um gegen die antirussischen Sanktionen, die Deutschland mehr als Russland schaden und große Teile der Bevölkerung in Armut stürzen zu demonstrieren. Während das bundesdeutsche mediale Echo eindeutig ist, scheint festzustehen: Im Osten ist für viele das Maß voll.