
Vor 80 Jahren ging Dresden durch angloamerikanische Bomben in Flammen auf. Der „totale Krieg“, der fünfeinhalb Jahre vorher von deutschem Boden ausging, schlug – wie ein Boomerang – zurück. Den Zeitzeugen blieb „Nie wieder Krieg, nie mehr Faschismus“ für immer im Gedächtnis. Doch diese Generation ist weitestgehend abgetreten. Deren realitätsentfernte Enkel haben das Ruder übernommen – und lassen sich zu nützlichen Idioten der Rüstungsindustrie machen, nachdem sie zuvor die anderen Wirtschaftszweige nachhaltig ruiniert haben.
„Wer das Weinen verlernt hat, der lernt es wieder beim Untergang Dresdens. […] Ich stehe am Ausgangstor des Lebens und beneide alle meine toten Geisteskameraden, denen dieses Erlebnis erspart geblieben ist“
Gerhart Hauptmann (1862–1946)
Ein Meinungsbeitrag von Sven Brajer
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