Landtagwahl: „Sachsen rechts unten“? – Ministerpräsident Kretschmer und Co. stehen den Wählern in Görlitz Rede und Antwort

Es war ein heißer Abend – nicht nur was die Temperaturen im Kleinen Saal in der Görlitzer Stadthalle am vergangenen Montagabend betraf. Die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung (SLfpB) hatte zum zweistündigen Stelldichein der Spitzenkandidaten im östlichsten Landkreis des Freistaats geladen. Für den aktuellen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer war es ein Heimspiel – genau wie für die anderen beiden bekannteren Gesichter auf dem Podium, das mit insgesamt sieben Politikern von CDU, AfD, Linke, Grüne, SPD, FDP und BSW besetzt war.

Eine Reportage von Sven Brajer

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Frostige Stimmung zum Jahresauftakt: Wird 2024 die politische Talsohle durchschritten?

Gute und schlechte Demos, massive Wirtschaftskrise, Hypermoral und „oben“ die Angst vor dem „Pöbel“. Die politische Polarisierung läuft auch im neuen Jahr auf Hochtouren, die Diskussionskultur hat sich vollends verabschiedet. Schuld an der Misere ist (nach wie vor) immer der andere.

Ein Meinungsbeitrag von Sven Brajer

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Die zweite Abwicklung und der tiefsitzende Frust: Bleiben die „Fachkräfte“ wegen ostdeutscher „Vorbehalte“ weg?

Fachkräftemangel durch Migration beheben, Digitalisierung immer und überall, „Kampf gegen rechts“. Bei den mantraartigen Problemlösungsvorschlägen renommierter westdeutscher Ökonomen für den abgehängten Osten kann man nur noch gelangweilt mit dem Kopf schütteln. Oder einmal die echten Probleme benennen.

Ein Meinungsbeitrag von Sven Brajer

Von 1994 bis 2007 war der promovierte VWL-er Joachim Ragnitz als Abteilungsleiter am Institut für Wirtschaftsforschung Halle tätig. Seit 2007 ist er stellvertretender Geschäftsführer der Niederlassung Dresden des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und Lehrbeauftragter an der TU Dresden. Dort wurde er 2011 zum Honorarprofessor ernannt. Ende Februar 2023 äußerte sich der gebürtige Niedersachse gegenüber dem MDR, dass er insbesondere auf noch mehr Digitalisierung und ausländische Fachkräfte setze, um die aktuelle wirtschaftliche Misere im Osten in den Griff zu bekommen – unkonkrete Patentrezepte, die man seit Jahren aus den westlich besetzten „Leuchttürmen“ in Dresden oder Halle/Leipzig hört – während der Mittelstand weiter dezimiert wird und der Wohlstand großer Teile der Bevölkerung wie Butter in der Sonne dahinschmilzt.

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„Heißer Herbst“ im Osten eröffnet? Anti-Regierungsdemonstrationen in Leipzig polarisieren

Am Montag versammelten sich mehrere tausend Demonstranten auf dem Leipziger Augustusplatz, um gegen die antirussischen Sanktionen, die Deutschland mehr als Russland schaden und große Teile der Bevölkerung in Armut stürzen zu demonstrieren. Während das bundesdeutsche mediale Echo eindeutig ist, scheint festzustehen: Im Osten ist für viele das Maß voll.

Eine Analyse von Sven Brajer

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